Die waschbaren Stoffbinden und Stoffslipeinlagen von Kulmine sind eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative zu Wegwerfprodukten. Bio-Materialien und wiederverwendbare, plastikfreie Produkte schonen die Ressourcen, Wälder und Böden. Die Baumwollstoffe sind aus kontrolliert biologischem Anbau und nach IVN Best ausgezeichnet. Das bedeutet, dass vom Anbau über das Spinnen bis zum Verschicken strengste ökologische Vorschriften gelten und eingehalten werden und alle Stoffe garantiert ohne Schadstoffe sind.

Die Kulmine-Stoffe erfüllen höchste Standards

… sowohl in sozialer als auch ökologischer Hinsicht und das in allen Produktionsschritten:

  • beim Baumwollanbau
  • bei der Herstellung des Stoffes
  • beim Nähen des fertigen Produktes.
  • Ausführlichere Erläuterungen zu unseren Stoffen finden Sie unter Material und Herstellung.

Soziale Aspekte bei der Herstellung sind z.B. Arbeitszeiten, Arbeitssicherheit und die Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter. Ökologische Aspekte betreffen etwa den Schutz des Bodens und der Wälder, den Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger und den Wasserverbrauch.
Darüber hinaus achtet Kulmine auch bei allen weiteren Produktionsschritten auf Nachhaltigkeit. Zum Beispiel bei der Verpackung und Resteverwertung und auch bei der Wahl der Bankverbindung – wir unterstützen Investitionen im Bereich „Alter und Gesundheit“ durch die GLS.
 

Richtlinien bei Kulmine im Detail

Von Zertifizierungen, Verarbeitung, Verpackung bis hin zur Resteverwertung.

Alle Stoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA). Diese Kennzeichnung ist in der EU geschützt, genauso wie die Bezeichnung „Bio-Baumwolle“. Um diese Begriffe nutzen zu dürfen, müssen bestimmte Mindeststandards eingehalten werden – nur Produkte aus ökologischer Landwirtschaft dürfen diese Bezeichnungen tragen. Dies bezieht sich aber nur auf die Fasern – die Weiterverarbeitung kann ganz konventionell erfolgen. Deswegen gibt es bei Kulmine Stoffe, die nach strengeren Bestimmungen zertifiziert sind. (Siehe nächster Punkt für mehr Information!)

Unsere Baumwollstoffe sind IVN-Best-zertifiziert. Dies gilt als höchster Öko-Standard in der Textilbranche. Das Siegel geht weit über die EG-Öko-Verordnung hinaus und decken alle Produktionsschritte in ökologischer und sozialer Hinsicht ab. Lokal genäht: Im letzten Produktionsschritt der Kulmines wissen wir selbst am besten über die Arbeitsbedingungen Bescheid. Denn wir produzieren alle Produkte in Osnabrück am Teutoburger Wald. Das erspart außerdem unnötig lange Transportwege. Wo möglich, achten wir auf Baumwollgarn. Momentan befinden wir uns in der Umstellung, ausschließlich Baumwollgarn zu nutzen.

Die Bestellung wird in leise knisterndes Seidenpapier eingeschlagen. Wir versenden entweder in direkt recycelten Briefumschlägen und Versandtaschen, in fadenverstärkten Faltentaschen aus 100% Recyclingpapier oder in sauberen gesammelten Kartons unserer Lieferanten. Dabei benutzen wir am liebsten Packband aus Papier. Beim Direktrecycling wird der Rohstoff Altpapier sofort zu neuen Produkten verarbeitet. Die hochwertigen Briefumschläge und Versandhüllen waren einmal Plakate, Kalender, Industriepapiere oder Landkarten. Im Gegensatz zum herkömmlichen Papierrecycling entfällt der Verbrauch von Wasser, Energie und weiteren Aufbereitungsstoffen. In einer Studie des Öko-Institutes e. V. wurden die direkt recycelten Briefumschläge und Versandhüllen zum „umweltfreundlichsten Briefumschlag“ erklärt. Die fadenverstärkten Faltentaschen bestehen aus 100% naturweißem Recyclingpapier mit innenliegender Verstärkung aus Polyphenylen-Fäden, die im Altpapier recycelbar sind. Aufgrund der speziellen Materialbeschaffenheit löst sich die Fadenverstärkung im wässrigen Recyclingprozess auf, das Grundmaterial kann zu 100% wiederverwertet werden.

Auch bei der Weiterverwendung der Stoffreste achten wir auf Nachhaltigkeit: Nachdem wir verschiedene Gelegenheitszwecke wie zum Beispiel Katzenspielzeug und Staubtücher ausprobiert haben, bieten wir kleinere Reststücke nun auch als Zugabe bei Bestellungen an, immer jeweils solange der Vorrat reicht. Bei Interesse bitte per Mail anfragen: shop@kulmine.de

Unsere Website wird von einem Anbieter mit nachhaltigem Energiekonzept betrieben: „So beziehen wir z. B. 100 Prozent Naturstrom aus Wasserkraftwerken. Außerdem nutzen wir die Abwärme unserer Server im Rechenzentrum, um damit unsere Büroräume zu heizen und benötigen aus diesem Grund keine zusätzliche Öl- oder Gasheizung.

Immer öfter ist uns möglich, auch bei den Flyern, Broschüren etc. auf umweltfreundliche Aspekte zu achten. Wir drucken am liebsten auf 100% Recyclingpapier, mit veganen Farben auf Planzenölbasis, klimaneutralem Druck und Versand.

Schließlich gehört Nachhaltigkeit zu den Kerngedanken von Kulmine. Bio-Textilien sind mittlerweile im Mainstream angekommen und viele bekannte Modeunternehmen bieten Kleidung aus Bio-Baumwolle an. Genauso findet man in den Drogerien Bio-Binden und -Tampons. Uns ist es nicht nachhaltig genug, bloß auf „bio“ umzustellen, ohne das eigene Konsumverhalten und die Wegwerfmentalität zu ändern. Wir achten daher auf hochwertige Produkte mit einer langen Lebensdauer. Manche Nutzerinnen nutzen ihre Kulmines seit über 15 Jahren. Diese Langlebigkeit bedeutet, dass Ressourcen langfristig geschont werden, weil weniger nachproduziert werden muss und weniger Abfall entsteht.


Unsere Kundinnen erleben die Wertschätzung des Körpers verbunden mit dem Erhalt der Umwelt.
Wir sind dankbar, dazu beitragen zu können.

Die Problematik mit herkömmlichen Wegwerfartikeln

Eine Frau, die herkömmliche Produkte verwendet, verbraucht in ihrem Leben schätzungsweise 10 000 bis 17 000 Binden bzw. Tampons, oft werden zusätzlich regelmäßig Slipeinlagen verwendet.

Diese Einwegartikel bilden nicht nur große Müllberge, sondern bereits ihre Herstellung belastet die Umwelt stark. Sie bestehen hauptsächlich aus konventionell angebauter Baumwolle und Viskose auf Zellstoffbasis sowie aus Kunststoff. Die Gewinnung dieser Materialien ist sehr aufwendig:
Baumwoll- und Zellstoffproduktion verbrauchen große Mengen Wasser, Energie und Chemikalien; herkömmlicher Kunststoff besteht aus Erdöl – einem begrenzten Rohstoff bei der Zellstoffgewinnung und beim Baumwoll-Ackerbau werden Wälder abgeholzt.

Zudem ist herkömmliche Baumwollproduktion ein großes Umweltproblem – 25 Prozent aller weltweit eingesetzten Insektizide werden im Baumwollanbau verwendet! Außerdem beschleunigen diese Anbaumethoden die Desertifikation (Wüstenbildung) und führen dazu, dass die Flächen nach einigen Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden können. Schließlich ergibt sich nach der Benutzung außerdem die Herausforderung, die Produkte zu entsorgen, denn viele Plastiksorten zersetzen sich (anders als oft beschrieben) auch nach Jahrhunderten nicht. Sie zerfallten nur in immer kleinere Bestandteile.


Ökologische Vorschriften und Kennzeichnungen

Es gibt in der Textilwirtschaft mehr als 100 Siegel und Kennzeichen, die alle nach unterschiedlichen Kriterien verliehen werden. Manche haben sehr strenge Richtlinien und zeichnen ausschließlich Bio-Baumwolle aus, andere sind auch an Produkten aus konventioneller Baumwolle zu sehen. Auch darin, welche Produktionsschritte kontrolliert werden, unterscheiden sich die Standards stark.

Manche Siegel zertifizieren nur einzelne Schritte der Produktionskette. So wird beispielsweise der Baumwollanbau kontrolliert, nicht aber die weitere Verarbeitung der Fasern (z. B. Spinnen, Weben und ggf. chemische Behandlung des Stoffes). Der sehr bekannte Standard Öko-Tex 100 zertifiziert sogar nur das fertige Produkt und besagt, dass Schadstoffe wie Schwermetalle oder Pestizide im Labortest bestimmte Grenzwerte nicht überschritten haben. Solange sie das nicht tun, dürfen diese Stoffe im Produktionsprozess aber eingesetzt werden. Soziale Aspekte – also, unter welchen Arbeitsbedingungen die Baumwolle angebaut und der Stoff verarbeitet wurde – spielen bei dieser Zertifizierung keine Rolle. Andere Labels wiederum beurteilen nur die Arbeitsbedingungen und lassen ökologische Gesichtspunkte außer Acht.

Manche Labels sind sogar von Handelsunternehmen (mit-)gegründet worden. Die Unternehmen reagieren darauf, dass die Produktionsbedingungen in der Textilwirtschaft immer zunehmend öffentlich diskutiert werden und die Kundinnen und Kunden vermehrt ethisch korrekt hergestellte Produkte einfordern. Anstatt aber auf die bestehenden Siegel zurückzugreifen, werden eigene Richtlinien aufgestellt, die oft bessere Bedingungen als in der konventionellen Textilproduktion versprechen, aber nicht die Anforderungen der ökologischen Landwirtschaft erfüllen. Die Journalistin Kirsten Brodde, die in ihrem Buch „Saubere Sachen“ über „grüne Mode“ und „Öko-Etikettenschwindel“ aufklärt, sieht im Vorantreiben solcher Labels „einen schleichenden Ausstieg aus der Biobaumwolle“.

Sie sehen also: Biobaumwolle ist nicht gleich Biobaumwolle. Es gibt große Qualitätsunterschiede, und auch das Vorhandensein eines Siegels allein sagt noch nichts aus – auf die Richtlinien kommt es an. Wir haben uns für Stoffe entschieden, die besonders strenge Richtlinien erfüllen, weil Sie damit ein besonders wertvolles Produkt erhalten.